Blumen für Stukenbrock und Antifa Workcamp 2016

Mahn- und Gedenkveranstaltung zum Antikriegstag 2016

Sonnabend, 3. September am Sowjetischen Soldatenfriedhof Stukenbrock.
14.00 Uhr Friedhofsführungen
15.00 Uhr Kranzniederlegung
Gedenkansprache:
Uwe-Karsten Heye, Vorstand des Vereins „Gesicht zeigen! Für ein weltoffenes Deutschland“

Aufruf Stukenbrock 2016

Vom 2. bis 4. September findet das Antifa Workcamp 2016 statt.

Infos unter https://de-de.facebook.com/antifaworkcamp2016/

 

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Wer, wenn nicht wir? (von Siegfried Kassebaum)

Auf unseren Schultern, in unseren Händen, den Schultem und Händen der großen Weltgemeinschaft der lohnabhängig arbeitenden Menschen, der intemationalen Arbeiterklasse, ruht das Schicksal der Welt, unseres Planeten. Es ist ein großes Dilemma dass ihre Parteien und Organisationen bisher nicht entscheidend zueinander gefunden haben und sich ihren potenziellen Fähigkeiten und Möglichkeiten noch nicht ausreichend bewusst geworden sind.

Dabei wäre das anzustrebende Ziel kein geringeres, als die Befreiung des Menschen von den Fesseln der Vergangenheit, insbesondere der jüngsten kapitalistischen Vergangenheit, bzw. Gegenwart. Der alarmierende Zustand der Welt, unseres Planeten schreit ganz offensichtlich geradezu nach revolutionären Veränderungen. Dieser dramatische Zustand ist haargenau das Spiegelbild der allgegenwärtigen Dominanz der nahezu uneingeschränkten Herrschaft des Groß- und Finanzkapitals und ihren politischen Institutionen. Angesichts dessen können wir realistisch nicht erwarten, dass die Akteure der Kapitalistenklasse, welche die Nutznießer dieses Zustandes sind, diese revolutionären Veränderungen herbeiführen werden. Wer, wenn nicht wir, eine große intemationale füreinander einstehende Gemeinschaft der unabhängig arbeitenden Menschen, die Arbeiterklasse, samt Allen, die sich ihren Zielen verbunden fühlen soll uns denn sonst von den Fesseln der kapitalistischen Vergangenheit und Gegenwart, von profitgetriebener Ausplünderung unseres Planeten und profitgetriebener Ausbeutung des Menschen befreien?

In der Perspektive ist aus unserer Sicht die Befreiung nur unter sozialistischen Produktionsbedingungen und Eigentumsverhältnissen, unter sozialistischer Produktions- und Lebensweise, wie sie es bisher noch nicht gab, realisierbar. Eine Gesellschaft ohne überbordende Rituale und ohne Kult, eine Gesellschaft der Solidarität und Humanität, in der sachdienliche Kritik und Selbstkritik als Grundlage für ausgeprägte Demokratie eine Selbstverständlichkeit ist, in der alle denkbar möglichen Voraussetzungen geschaffen werden bzw. gegeben sind, dass der Mensch den Menschen ein Helfer sein kann.

Im krassen, unversöhnlichen Gegensatz zu diesem wie zuvor skizzierten Gesellschaftsentwurf steht die knallharte, unbarmherzige Realität des aktuell existierenden kapitalistischen Gesellschaftsmodells, wo die für Viele undurchsichtigen Gesetze des Dschungels, die Wolfsgesetze von Konkurrenz, Wettbewerb und Profit und infolge dessen anstelle eines Miteinanders das Gegeneinander von Menschen, Völkern und Natur regieren. Auf die Fragen und Schlussfolgerungen, welche sich hieraus ergeben gab Goethe schon 1787 in „Kophtisches Lied“ eine wegweisende und heute erst recht gültige Antwort adressiert an Ausgebeutete und Unterdrückte:

Geh! Gehorche meinem Winken,
Nutze deine jungen Tage,
Lerne zeitig klüger sein:
Auf des Glückes großer Waage
Steht die Zunge selten ein;
Du musst steigen oder sinken,
Du musst herrschen und gewinnen
Oder dienen und verlieren,
Leiden oder triumphieren,
Amboß oder Hammer sein.